Meine Themen
Die Zeit ist reif für eine andere Ökonomie!
Die herrschende Wirtschaftsweise zerstört systematisch die Lebensbedingungen von immer mehr Menschen, zerstört ihre Menschenwürde und ihre Perspektiven. Diese Wirtschaftsweise, die sich an Kapitalinteressen orientiert, ist nicht in der Lage, weltweit menschenwürdige Lebensverhältnisse herzustellen. Sie lässt sich weder unter sozialen, noch unter ökologischen, noch unter ökonomischen Gesichtspunkten rechtfertigen.
Wie kann eine andere Wirtschaft gestaltet sein? Eine Wirtschaft für die Menschen, die nicht auf kurzfristige Gewinnerzielung, sondern auf langfristigen Nutzen ausgerichtet ist? Eine Wirtschaft, in der unter würdigen Arbeitsbedingungen sinnvolle Produkte erstellt und Leistungen erbracht werden, die darauf ausgerichtet sind, die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern?
Diese Fragen beschäftigen mich schon lange, und meine Themen lassen sich unter der Überschrift „Anders Wirtschaften“ oder "Solidarische Ökonomie" fassen. Sie beleuchten unterschiedliche Facetten dieser meines Erachtens historischen Notwendigkeit.
Praxishandbuch Selbstverwaltung
Mit meinem neuen Buch Rechtsformen und Finanzierung für die Gründung von Kollektivbetrieben und Hausprojekten (transcript, Herbst 2025) gebe ich praktische Hilfestellungen für die Umsetzung anderen Wirtschaftens. Ich habe es all denen gewidmet, die schon heute an Keimformen des Morgen bauen.
Solidarisch Wirtschaften für eine Welt ohne Grenzen
Der Begriff „Solidarische Ökonomie“ wurde in Deutschland mit dem Kongress „Wie wollen wir wirtschaften? Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus“ bekannt, der 2006 an der TU Berlin stattfand, und an dem ich als Mitveranstalterin und inhaltlich Beitragende beteiligt war (Doku des VSA-Verlag online).
Der chilenische Ökononom Luis Razeto, der den Begriff prägte, verstand darunter ursprünglich die wirtschaftliche Selbsthilfe von Marginalisierten. In einem weiteren Sinne kann Solidarische Ökonomie jedoch auch als umfassendes Konzept einer anderen, global gerechten Wirtschaftsweise verstanden werden. Dieses umfasst sowohl Unternehmungen wirtschaftlicher Selbsthilfe und öffentliche soziale Infrastrukturen, als auch soziale Bewegungen, die sich gegen Privatisierungen und für soziale Gerechtigkeit engagieren.
Mit meinem Wegweiser Solidarische Ökonomie (2. Auflage 2015) gebe ich einen Einblick in das Thema.
Meine Schwerpunkte:
Ideen und Praxen solidarischer Ökonomien, mit weltweiten Beispielen anderen Wirtschaftens
- Widersprüche und Ambivalenzen gemeinschaftlicher wirtschaftlicher Selbsthilfe
- Missbrauch für wirtschaftlich und politisch fragwürdige Zwecke
Meine Themen (alphabetisch):
* Corona
Übersicht meiner Veröffentlichungen zu Corona sowie Dokumentation der 16-teiligen Online-Veranstaltungsreihe "Corona und linke Kritik(un)fähigkeit", die ich gemeinsam mit Anne Seeck, Peter Nowak und Gerhard Hanloser von Dezember 2020 bis Juni 2021 organisiert habe. Wir fragten: Ist die gesellschaftliche Linke staatstreu geworden und reiht sich ein ins "Gemeinsam gegen Corona"? Wir suchen kritisch-solidarische Perspektiven "von unten" gegen die Alternativlosigkeit "von oben".
https://corona.elisabeth-voss.de
* Digitalisierung/"Smart City"
Übersicht meiner Veröffentlichungen zu Digitalisierung und "Smart City" sowie Mitschnitt eines Vortrags, den ich am 15.03.2022 bei der Aktion "Freiheit statt Angst" gehalten habe.
https://digitalisierung.elisabeth-voss.de
* Euref/Schöneberger Gasometer
Der Anblick des filigran gestalteten denkmalgeschützten Schöneberger Gasometers wurde durch den Bau eines Bürohochhauses für die Deutsche Bahn in seinem Inneren zerstört. Die Proteste aus der Nachbarschaft haben nichts genützt, und auch die Einwände des Denkmalschutzes wurden vom Tisch gewischt - obwohl selbst UNESCO-Denkmalschutz-Berater*innen die Bezirksverordneten inständig gebeten hatten, dieses einmalige Bauwerk nicht verschandeln zu lassen. Mal wieder haben Geld und Macht gewonnen. Zu den Protesten, an denen ich selbst beteiligt war, habe ich einiges veröffentlicht.
https://euref.elisabeth-voss.de
* Frieden
Die die Herren der Welt (besser: die Herrschenden, denn es sind auch einige Frauen mit dabei) bereiten einen erneuten großen Krieg vor. Die Bundesregierung ist ganz vorne mit dabei, und die meisten Medien hetzen mit, malen vermeintliche Feinde an die Wand und rufen lautstark nach mehr und noch mehr Waffen. Der nächste große Krieg könnte der letzte sein, und sicher ist schon heute, dass es keine Gewinner geben wird, denn selbst militärisch vielleicht siegende Gewalttäter haben ihre Menschlichkeit verloren - ein Verlust, der mit nichts aufgewogen werden kann. Meine Veröffentlichungen zu diesem Thema seit 2022 habe ich hier zusammengestellt.
https://frieden.elisabeth-voss.de
* Genossenschaften
Die Genossenschaft ist zum einen eine Rechtsform, zum anderen eine wirtschaftliche Selbsthilfepraxis. Mehrere tun sich gleichberechtigt zusammen und wirtschaften zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse, nicht für den Profit. Um diesen Genossenschaftsgedanken zu leben, kann die rechliche Form der Genossenschaft hilfreich sein, es kann jedoch auch Gründe geben, sich in anderer Form zu organisieren. Umgekehrt ist keineswegs gesagt, dass in jeder formellen Genossenschaft auch wirklich der Genossenschaftsgedanke gelebt wird. Hier gibt es eine Sammlung meiner Veröffentlichungen zum Thema.
https://genossenschaften.elisabeth-voss.de
* Kultur der Kooperation
Mich beschäftigt schon lange die Frage, warum es oft so schwierig ist zwischen den Menschen. Seit ich mich in Gruppen und kollektiven Zusammenhängen bewege, habe ich unzählige Male Streitereien und unlösbare Konflikte miterlebt und war nicht selten auch selbst involviert. So vieles ist daran zerbrochen. Das verstehe ich als Ausdruck patriarchaler Denk- und Empfindungsmuster, die durch duale "Entweder-Oder"-Logiken geprägt sind. Es scheint darin nur noch Gut oder Böse, Freund oder Feind zu geben, keine Zwischentöne und Ambivalenzen. Dazu habe ich ein wenig geschrieben, und am 08.12.2020 einen online verfügbaren Vortrag gehalten.
https://kultur-der-kooperation.elisabeth-voss.de
* Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist ein schwieriger Begriff, er kann vieles bedeuten und für vielerlei Inhalte und Anliegen ge- und missbraucht werden. Trotzdem habe ich immer mal wieder etwas dazu geschrieben - 2001 sogar ein Buch zum Thema herausgegeben, gemeinsam mit Waldemar Schindowski. In der Berliner Umweltzeitung Der Rabe Ralf habe ich eine 5-teilige Artikelreihe zum Thema veröffentlicht.
https://nachhaltigkeit.elisabeth-voss.de
* Pluriversum
Die Idee für das Buch entstand auf der großen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig. Die englische Erstausgabe erschien 2019 in Indien. 2023 habe ich es gemeinsam mit anderen ins Deutsche übersetzt und ein Nachwort verfasst. Der AG SPAK Verlag hat das Pluriversum-Buch im Herbst 2023 veröffentlicht. Darin stellen mehr als 100 Autor*innen vielfältige wirtschaftliche, sozialpolitische, kulturelle und ökologische Konzepte, Weltanschauungen und Praktiken aus aller Welt vor. Der Post-Development-Ansatz zeigt Alternativen auf, die das Leben auf der Erde schützen und respektieren: ein Pluriversum vieler möglicher Welten, das eine Vielzahl von Systemkritiken und Lebensweisen umfasst.
https://pluriversum.elisabeth-voss.de
* Rechtsformen und Finanzierung
Nach vielen Beratungen, Seminaren und einigen Veröffentlichungen, habe ich 2025 das "Praxishandbuch Selbstverwaltung" geschrieben. Es ist all denen gewidmet, die schon heute an Keimformen des Morgen bauen. Ich vermittle darin Basiswissen zu Rechtsformen, Finanzierung sowie zur Gestaltung des sozialen Miteinander. Damit möchte ich Gründungsgruppen ermutigen, fundierte Entscheidungen nach ihren Bedürfnissen zu treffen, denn es gibt keine Lösung, die für alle passt. Die formalen Regelungen sollen dem sozialen Miteinander dienen, und auch das Geld ist lediglich ein Mittel zum Zweck. Das Buch ist praxisorientiert und mit vielen Beispielen versehen. Es habe mich bemüht, es auch für Laien verständlich zu schreiben.
https://praxishandbuch.elisabeth-voss.de
* Riace
Spannende Beispiele für die solidarische Aufnahme von Geflüchteten finden sich in Riace und anderen Bergdörfern im süditalienischen Kalabrien. Wo vor allem jüngere Menschen längst ausgewandert sind, weil es dort im Süden Italiens keine Arbeitsplätze gibt, werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen. Riaces Bürgermeister Domenico (Mimmo) Lucano wurde weltweit bekannt durch sein Engagement für Menschen auf der Flucht. Er widerstand staatlicher Verfolgung und Repression, und sitzt heute auch im EU-Parlament. Ich war dreimal in Riace, habe darüber einiges geschrieben und zwei Fotoausstellungen gemacht.
https://riace.elisabeth-voss.de
* Solidarisch Wirtschaften
Im Grunde gehören alle hier aufgeführten Themen in den großen Themenkomplex des Solidarischen Wirtschaftens im Sinne einer Wirtschaftsweise, die - im Gegensatz zum Mensch und Natur zerstörenden Kapitalismus - der Versorgung mit dem Lebensnotwendigen dient. Dabei steht die Selbstbestimmung der jeweils Beteiligten im Mittelpunkt. Mein "Wegweiser Solidarische Ökonomie" (2015) gibt Einblicke in die Vielfalt dieses anderen Wirtschaftens.
https:solioeko.elisabeth-voss.de
* Tesla Grünheide
Die Tesla-Gigafactory von Elon Musk in Grünheide (Mark) ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Kapitalismus die Natur und damit auch die Menschen zerstört.Dagegen gibt es vielfältigen Widerstand. Auch ich habe eine Einwendung geschrieben und einige Artikel dazu verfasst.
https://tesla.elisabeth-voss.de
* Utopien
Geht das überhaupt, sich heute bessere Zeiten vorzustellen, angesichts all der Zerstörung und dem Elend weltweit? Ist es nicht vermessen, vielleicht eine Flucht davor, sich mit der Realität zu konfrontieren, gar ein Ausweichen vor den Notwendigkeiten, aktiv zu werden? Oder ist es jetzt erst recht wichtig, auch in der Fantasie nicht aufzugeben, sich immer wieder aufzuraffen und wenigstens vor dem inneren Auge eine bessere Welt erstehen zu lassen? Hier ein paar Veröffentlichungen dazu.
https://utopien.elisabeth-voss.de
* WESPE / Projekt A
Von 1993 bis 1996 habe ich in Neustadt/Weinstraße gelebt, im Projekt A, das auch unter dem Namen WESPE (Werk selbstverwalteter Projekt und Einrichtungen) bekannt war. Die WESPE war einer der größeren Selbstverwaltungs-Versuche der Alternativenbewegung, aus dem sich sicher einiges lernen lässt, insbesondere aus den Konflikten und aus dem Scheitern. Hier gibt es ein paar Artikel von mir und Links zu weiteren Veröffentlichungen.
https://wespe.elisabeth-voss.de
* Wohnen
Wohnen ist eins meiner großen Themen, mit den Schwerpunkten "Gemeinschaftlich Wohnen" und "Genossenschaften". Dazu habe ich einiges geschrieben.
https://wohnen.elisabeth-voss.de
* Workers' Economy
Fabrikbesetzungen sind vor allem aus lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien bekannt. Sie produzieren selbstverwaltet und kämpfen darum, ihre Fabriken dauerhaft bewirtschaften zu können. Seit 2007 vernetzen sich Vertreter*innen dieser „Economía de las y los trabajadores“ mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen. Vereinzelte Betriebsübernahmen gibt es auch in Europa. Hier sammle ich Infos zum europäischen workersenonomy-Netzwerk.
https://workerseconomy.elisabeth-voss.de
Weitere Themen:
Darüber hinaus beschäftige ich mich mit weiteren Themen, zu denen ich beim NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg Informationen zusammenstelle:
Cecosesola
Die Kooperative Cecosesola in Barquisimeto, der Hauptstadt des venezolanischen Bundesstaates Lara, wurde 1967 als Kooperative mit einem Bestattungs- und Busunternehmen gegründet. Nachdem dieses durch staatliche Repression zerschlagen wurde, nutzte sie die verbliebenen Fahrzeuge für den Transport von Gemüse, das ihre Mitglieder anbauten, in die Stadt. Daraus entstanden Gemüsemärkte, die mittlerweile mehr als 300.000 Menschen gut und günstig versorgen. Darüber hinaus betreibt die Kooperative ein Gesundheitszentrum sowie das Bestattungsinstitut. Cecosesola wirtschaftet genossenschaftlich und solidarisch – nicht nur für die eigenen Mitglieder, sondern für die ganze Bevölkerung.
Mondragón
Der Genossenschaftsverbund Mondragón im spanischen Baskenland ist der weltweit größte Zusammenschluss von Industriekooperativen mit etwa 70.000 Beschäftigten. Die erste Mondragón-Genossenschaft wurde in den 1950er Jahren von einem Jesuitenpater gegründet. Neben etwa 100 Genossenschaften in Spanien - Industriebetriebe, Supermarktketten, einer eigenen Bank und (ergänzenden) Sozialversicherung sowie einer Universität - gibt es weltweit Tochterunternehmen auf allen Kontinenten.
Solidarischer Direkthandel
Solidarischer Handel ist nichts Neues. Schon vor Jahrzehnten begannen Weltläden damit, oft auf ehrenamtlicher Basis und mit christlicher Motivation. In den 1980 ernverkaufte das Kollektiv Ökotopia den nicaraguanischen Soli-Kaffee "Sandino Dröhnung", andere zogen nach, der ethische und bio-faire Konsum ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Jenseits gewinnorientierter Massenmärkte, aber ebenso unabhängig von größeren Fairhandelsorganisationen, entstehen seit einigen Jahren immer mehr solidarische Handelsinitiativen. Sie werden meist von unbezahltem Engagement getragen, und kaufen direkt bei den Erzeuger*innen ein.
Für die Haupt-Domain solioeko.de habe ich kein SSL-Zertifikat gekauft. Eine evtl. Warnung vor einer ungesicherten Verbindung kann jedoch ignoriert werden, weil es sich nur um Weiterleitungs-Subdomains handelt. Alle Inhalte liegen SSL-geschützt bei der netz.coop Genossenschaft.
Soeben erschienen (Oktober 2025):
2. Auflage des Wegweiser Solidarische Ökonomie (2015):
Meine THEMEN:
* Corona
* Digitalisierung/"Smart City"
* Euref/Schöneberger Gasometer
* Frieden
* Rechtsformen und Finanzierung
* Riace
* Utopien
* Wohnen








