Elisabeth Voß

Dipl. Betriebswirtin (FH) und Publizistin, Berlin

Solidarisches Zusammenleben

nicht zerstören lassen!

Spannende Beispiele für die solidarische Aufnahme von Geflüchteten finden sich in Riace und anderen Bergdörfern im süditalienischen Kalabrien. Wo vor allem jüngere Menschen längst ausgewandert sind, weil es dort im Süden Italiens keine Arbeitsplätze gibt, werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen. Sie beleben die Dörfer, bringen zumindest einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung und tragen zu funktionierenden Infrastrukturen bei. Das ist nicht perfekt und nicht einfach kopierbar, aber inspirierend, und es kann Anregungen geben auch zur Frage, wie in anderen Ländern - auch in Deutschland - Menschen gemeinsam ihren Alltag gestalten können, gerade auch in aussterbenden ländlichen Regionen.

Es begann bereits Ende der 1990er Jahre, als in Badolato erst ein paar Hundert junge Flüchtlinge für einige Zeit im Dorf lebten, später geflüchtete Familien aufgenommen wurden. In Camini führt eine Genossenschaft Projekte mit Geflüchteten durch. Seit 1998 leben in Riace teils mehrere Hundert Geflüchtete. Riaces Ex-Bürgermeister Domenico Lucano wurde weltweit bekannt durch sein Engagement für Menschen auf der Flucht.



Domenico "Mimmo" Lucano:

"Ich schreibe jetzt, um Euch um Hilfe zu bitten, diese Ungerechtigkeit zu korrigieren. In Anerkennung der mutigen Verteidigung verfolgter Völker auf der ganzen Welt durch die Progressive Internationale bitte ich Euch um Eure Unterstützung, um die gegen mich erhobenen Anklagen zu bekämpfen, um für die von unserer Gesellschaft ausgeschlossenen Migranten einzutreten und um die Festung, die an den Grenzen Europas errichtet wurde, abzubauen."

"I write now to ask your help to rectify this injustice. In recognition of the Progressive International’s courageous defense of persecuted peoples around the world, I request your support to fight the charges set against me, to stand up for the migrants shut out of our society, and to dismantle the fortress that has been constructed along the borders of Europe."

https://act.progressive.international/freemimmo-de/

Dazu ein Beitrag von DIEM25 bei Pressenza.


Neuerscheinung

Wie wollen wir in Zukunft leben? Was ist uns wichtig, was brauchen wir, um als Einzelne und als Gesellschaft unsere Seele nicht zu verlieren? In einem Europa, das auf Kälte und Abschottung statt auf die eigenen Werte setzt, sind diese Fragen wichtiger denn je. »Die Lösung könnte in einer ›Revolution der Normalität‹ liegen, dem Erleben eines friedlichen Miteinanders, wie wir es in Riace in die Tat umgesetzt haben«, schreibt Mimmo Lucano.

Mimmo Lucano: Das Dorf des Willkommens.

Aus dem Italienischen von Elvira Bittner, Verlag rüffer & rub, Zürich 2021, 288 Seiten, 28,50 Euro.

Meine Buchbesprechung


Sa. 06.11.2021, 13h, Berlin: Solidarität mit Riace

Kundgebung "Solidarität mit Riace und Mimmo Lucano" am Samstag, 6.11.2021 von 13 bis 15h auf dem Kreuzberger Oranienplatz:

HIER GEHT ES ZUM AUFRUF

Und hier direkt zu den UNTERZEICHNER*INNEN

Bericht mit Fotos:

Am nächsten Wochenende findet in Riace eine "Manifestazione Nazionale Abbracciamo Riace e Mimmo Lucano" statt: https://m.facebook.com/Riacenonsiarresta/

Unsere Soli-Kundgebung hier in Berlin auf dem Oranienplatz bezieht sich darauf und möchte ein Signal der Solidarität nach Riace senden. Sie möchte gleichzeitig zur Solidarität mit Schutzsuchenden auch hier in Berlin aufrufen und die unmenschliche Berliner Anschiebepraxis anprangern.

Der Oranienplatz mit seiner Geschichte und mit seinem Denkmal für die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt steht für Selbstermächtigung von und Solidarität mit Geflüchteten.

Riace-Solidarität Berlin, Kontakt: post (at) elisabeth-voss.de / 030 - 216 91 05

30.09.2021: Ein Skandalurteil

Gestern wurde Domenico (Mimmo) Lucano zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, berichtet der Guardian.

Für Mimmo unterschreiben:

Ausnahmsweise verlinke ich HIER auf eine change.org-Petiton: "Eine menschliche Lawine solidarisiert sich unmittelbar mit Mimmo Lucano, der wegen des 'Verbrechens' der Solidarität zu mehr als dreizehn Jahren verurteilt wurde "

Mailingliste für aktuelle Soli-Infos.



Riace-Artikel von Elisabeth Voß


Mai 2022: Solidarität zwischen Utopie und Repression

Die Aufnahme von geflüchteten Menschen im kalabrischen Bergdorf Riace fand weltweit Anerkennung. Mit maßlosen Verurteilungen wird nun jedoch versucht, die Idee von Menschlichkeit zu zerstören.

Beitrag in Oya 68, Seite 64-67 (noch nicht online)


Febr. 2022: Der Bürgermeister des Willkommensdorfes

Domenico „Mimmo“ Lucano, unermüdlicher Streiter für ein solidarisches Zusammenleben mit Geflüchteten im kalabrischen Riace, wurde Ende September 2021 zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Porträt in Común - Magazin für stadtpolitische Interventionen #6, Seite 6: Inhaltsverzeichnis


Feb. 2022: Riace – ein ganz besonderes Dorf in Kalabrien

Wie mit Mitteln der Justiz versucht wird, Solidarität zu verhindern.

Über die jahrelange solidarische Praxis und die vielfältige Unterstützung für Geflüchtete in Riace sowie die staatliche Repression dagegen.

Artikel in Graswurzelrevolution 466, Februar 2022


20.12.2021: „Der Wind hat meine Geschichte geschrieben“

Der ehemalige Bürgermeister des Willkommensdorfes Riace erzählt seine Geschichte

Das Buch von Domenico (Mimmo) Lucano erschien in deutscher Übersetzung, kurz nachdem sein Autor am 30. September 2021 in Italien zu mehr als 13 Jahren Gefängnis verurteilt wurde – rechtlich wegen der Förderung illegaler Einreise, politisch als Strafe dafür, dass er Geflüchtete solidarisch aufgenommen hatte.

Buchbesprechung in Graswurzelrevolution 465, Januar 2022, bei Pressenza, im Schattenblick und in der Febr./März-Ausgabe 2022 des Rabe Ralf. In einer kürzeren Fassung im März 2022 in Oya #67

Mimmo Lucano: Das Dorf des Willkommens. Aus dem Italienischen von Elvira Bittner, Verlag rüffer & rub, Zürich 2021, 288 Seiten, 28,50 Euro.


Dez. 2021: Das Dorf des Willkommens in Gefahr

Das kalabrische Bergdorf Riace wird für Solidarität hart bestraft.

Seit 1998 hat Riace Geflüchtete aufgenommen. Mit ihnen kam Leben in den verlassenen Ort. Nach der Verurteilung des ehemaligen Bürgermeister Domenico "Mimmo" Lucano und 26 seiner Mitstreiter*innen gibt es Proteste, auch in Berlin.

Beitrag im Rabe Ralf, Dezember 2021, Seite 20/21

Umarmen wir Riace und Mimmo Lucano

Eine gekürzte Fassung des Rabe Ralf-Artikels erschien als Dokumentation einer Solidaritätskundgebung am 6. November 2021 in Berlin in mehreren Sprachen:

Auf Deutsch HIER online und bei Pressenza: Umarmen wir Riace und Mimmo Lucano

Auf Englisch HIER online und bei Pressenza: Let's embrace Riace and Mimmo Lucano, gekürzt im RIPESS-Rundbrief 12/2021

Auf Italienisch HIER online: Abbracciamo Riace e Mimmo Lucano

Im RIPESS-Rundbrief 12/2021 auch gekürzt auf Französisch und Spanisch


01.10.2021: 13 Jahre Haft für Solidarität

Etwas ausführlicher bei Telepolis und bei Pressenza

30.09.2021: 13 Jahre Gefängnis für Solidarität

Domenico (Mimmo) Lucano

Gestern wurde der ehemalige Bürgermeister von Riace zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.

Beitrag in der Freitag Community


23.12.2019: Solidarische Perspektiven in Riace

Das Willkommensdorf in Kalabrien lebt wieder auf

Riace ist ein kleines Bergdorf im süditalienischen Kalabrien, das weltweit bekannt wurde, weil dort seit Ende der 1990er Jahre Menschen auf der Flucht freundlich aufgenommen wurden.

Beitrag in der Lupe Januar 2020, Seite 7 (pdf)


Nov. 2019: Interview mit Domenico Lucano

Am 30.10.2019 habe ich Domenico (Mimmo) Lucano zur Solidarischen Ökonomie und zu den Perspektiven der Aufnahme von Menschen auf der Flucht in Riace interviewt.

Interview italienisch (pdf)                                Interview deutsch (pdf) auch bei Pressenza


08.11.2019: Aufatmen im Willkommensdorf

Die Solidarität mit Riace hält an, Ex-Bürgermeister Lucano ist zurück

Zwanzig Jahre lang hat Riace, ein von Abwanderung betroffenes Bergdorf im süditalienischen Kalabrien, Geflüchtete aufgenommen.... im Oktober 2018 wurde Lucano verhaftet, unter Hausarrest gestellt, dann aus Riace verbannt..... Erst am 5. September – einen Tag nach dem Ausscheiden Matteo Salvinis als Innenminister – durfte Lucano das Dorf wieder betreten, ein Gericht hob das Verbot auf. Zwar sind die Verfahren gegen ihn noch immer anhängig, dennoch lebt das Dorf seitdem wieder auf.

Artikel in Publik Forum 21, 08.11.2019

Die Solidarität mit Riace hält an, Ex-Bürgermeister Lucano ist zurück Zwanzig Jahre lang hat Riace, ein von Abwanderung betroffenes Bergdorf im süditalienischen Kalabrien, Geflüchtete aufgenommen (siehe Publik-Forum 3/2017). Die Regierung nahm die Aufnahmebereitschaft des Dorfes gern in Anspruch, Riace und sein Bürgermeister, Domenico Lucano, wurden dafür weltweit bekannt und mit vielen Preisen geehrt. Vor etwas mehr als zwei Jahren jedoch wurde die Auszahlung der staatlichen Fördermittel eingestellt, Lucano im Oktober 2018 verhaftet, unter Hausarrest gestellt, dann aus Riace verbannt. Die Willkommensprojekte wurden geschlossen. Lucano und dreißig weitere Einheimische wurden angeklagt, illegale Einwanderung begünstigt zu haben. Erst am 5. September – einen Tag nach dem Ausscheiden Matteo Salvinis als Innenminister – durfte Lucano das Dorf wieder betreten, ein Gericht hob das Verbot auf. Zwar sind die Verfahren gegen ihn noch immer anhängig, dennoch lebt das Dorf seitdem wieder auf.

Dieser Text stammt von der Webseite www.publik-forum.de/Publik-Forum-21-2019/aufatmen-im-willkommensdorf des Internetauftritts von Publik-Forum


09.09.2019: Eine Zukunft für Riace

Riace ist ein kleines Bergdorf im süditalienischen Kalabrien, das seit 20 Jahren Geflüchtete solidarisch aufnahm und dafür weltweit bekannt wurde. Der ehemalige Bürgermeister Domenico Lucano war seit Mitte Oktober 2018 aus Riace verbannt und durfte sein Dorf nicht betreten. Das war besonders schmerzlich, weil er seinen 93-jährigen Vater nicht besuchen konnte, der schwer erkrankt ist. Erst in der vergangenen Woche hob ein Gericht im kalabrischen Locri das Verbot auf. Lucano darf wieder in sein Dorf zurück.

Artikel im ND am 09.09.2019, Seite 3 Auch veröffentlicht bei Pressenza

Die wahre Utopie

Domenico Lucano musste für ein Ideal bezahlen. Ergänzung im nd


Juli 2019: Riace soll leben!

Seit 1998 hat Riace, ein kleines, von Abwanderung betroffenes Bergdorf, Geflüchtete aufgenommen. Doch nun hat sich einiges verändert ... Es ist wichtig, dass die Welt nach Riace schaut und nicht zulässt, dass dieses Dorf, das zu einem Symbol der Solidarität geworden ist, zerstört wird.

Commonie-Beitrag in Oya 54, Juli 2019, Seite 11


Riace in Süditalien stand kurz vor dem Aussterben. Seit der Bürgermeister dort Flüchtlinge ansiedelt, geht es wieder aufwärts

Der Ortsname Riace wird mit langgezogenem »a« ausgesprochen, weich und melodisch, wie eine Einladung in eine andere Welt. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine große Erzählung von einem kleinen aussterbenden Dorf, das Flüchtlinge aufnimmt – und damit neues Leben eingehaucht bekommt. (...)

Was in Riace geschieht, ist kein Wunder, und es ist auch kein Rezept. Es ist jedoch ein beeindruckender Versuch, Menschen, die unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen haben, willkommen zu heißen. (...) Was in Riace geschieht ist der Versuch, inmitten von Unmenschlichkeit das Mögliche zu tun.

Beitrag in Publik Forum 3/2017 anläßlich der Verleihung des Dresdner Friedenspreises an den Bürgermeister von Riace, Domenico Lucano, am 12.02.2017.


Bericht von einer Bildungsreise der Rosa Luxemburg Stiftung in Kooperation mit dem Verein Courage gegen Fremdenhass im Juni 2016 nach Kalabrien in Dörfer, die Flüchtlinge aufnehmen - zum Beispiel Riace.


Besprechung des Ausstellungskatalogs Rettungswiderstand in Dieulefit, Band 1 der Reihe Topographien der Menschlichkeit, herausgegeben von Bernard Delpal und Anna Tüne, AJZ Verlag, Bielefeld.

Buchbesprechung in Oya 39, Juli/August 2016


Juni 2016: Orte des Willkommens in Deutschland?

Beitrag im Ausstellungskatalog Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien, Band 2 der Reihe Topographien der Menschlichkeit. Ausstellungseröffnung war am 28.06.2016 in Regensburg.

Mehr Infos (incl. Links zu Orten des Willkommens in Deutschland): http://riace.solioeko.de/



Ausstellung

15.11.2019 bis 15.02.2020, Berlin: Willkommen in Riace

Ausstellung im Sandalia in Charlottenburg (s.u.)

Zur Wiedereröffnung (nach der Winterpause) am 21. Januar 2020 hat Tatiana Abarzúa einen Artikel über die Ausstellung veröffentlicht.

Dezember 2019: Führungen durch die Riace-Ausstellung beim Wintermarkt

Führungen am So. 01.12. um 15 und 17h, am Sa. 14.12. um 17h und am Sa. 21.12. um 16h

Im Rahmen meiner Ausstellung Willkommen in Riace findet jeweils ab 14h ein Wintermarkt statt.

Das erste Öl der Ölmühle FRANTOIO SOCIALE aus Riace kann verkostet und bestellt werden. Präsentiert werden weitere Produkte aus Solidarischem Direkthandel, z.B. Kunsthandwerk aus Riace, Öl und Zitrusfrüchte der kalabrischen Kooperative Nelson Mandela (Gioiosa Ionica), Kaffee von Kooperativen in zapatistischen Gemeinden in Mexiko, ökologische Reinigungsmittel der immer noch besetzten Fabrik Vio.Me in Thessaloniki, Tee von der ehemals besetzten Fabrik Scop Ti bei Marseille.

So. 01.12.2019,18.00 Uhr: Film-Screening TASTE OF HOPE von Laura Coppens, über die selbstverwaltete Teebeutelfabrik Scop Ti (2019, frz. mit dtsch. UT).

Sa. 14.12.2019, 19:00 Uhr: Film-Screening Esilio - La Passione Secondo Lucano von Maurizio Fantoni Minnella über Domenico (Mimmo) Lucano zur Zeit der Verbannung aus Riace  (2019, ital.).

Sa. 21.12.2019, letzter Ausstellungs-Tag in diesem Jahr, Wiedereröffnung Mitte Januar, siehe Sandalia-Website.

Spenden für das AlarmPhone: 45,25 Euro

Sa. 23.11.2019, 19h: Film "Il Volo" in Anw. von Domenico (Mimmo) Lucano

Anschl. Gespräch über die Utopie, die in Riace verwirklicht wurde, über die aktuelle Situation und solidarische Aktivitäten, die wir auch von hier aus folgen lassen können.

Verkostung des Olivenöls und Möglichkeit der Direktbestellung bei der Ölmühle FRANTOIO SOCIALE von Riace.

Abend in italienisch und deutsch (mit Übersetzung) im Sandalia in Charlottenburg, Schillerstraße 106, 10625 Berlin.

Erste Veranstaltung des Begleitprogramms zur Ausstellung Willkommen in Riace, Ausstellung geöffnet ab 16.00 Uhr.

Vernissage am Freitag, 15.11.2019 um 19h

Solidarische Aufnahme von Menschen aus aller Welt in einem kalabrischen Bergdorf – Zerstörung und neue Hoffnung.

Ausstellung bis 15.02.2010 im Sandalia in Charlottenburg, Schillerstraße 106, 10625 Berlin (nahe Leibnitzstraße, Bushaltestelle Bismarckstraße, Linie 101 und U-Bhf. Deutsche Oper).

Mehr Infos (überwiegend auf italienisch)

Weitere Termine in Berlin

Mo. 25.11.2019, 18h: Inklusion Geflüchteter in deutschen und italienischen Gemeinden - Die Beispiele Riace und Mühlenbecker Land, FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin,  Raum L 116 (Seminarzentrum), in Zusammenarbeit mit ANPI Berlino-Brandeburgo und der Gemeinde Mühlenbecker Land.

Fr. 22.11.2019: "Europa beginnt mit Riace – offen, inklusiv, solidarisch".

Gute Neuigkeiten

05.09.2019 * Die Verbannung von Domenico "Mimmo" Lucano aus Riace wurde heute aufgehoben (kaum ist Salvini weg)! Endlich, nach fast 11 Monaten, die der ehemalige Bürgermeister sein Dorf nicht mehr betreten durfte.

Ein wichtiger Schritt - wenngleich nur einer von vielen, aber ein längst überfälliger! - in eine bessere Zukunft für Riace!

Am 9. September 2019 erschien mein Artikel "Eine Zukunft für Riace" im ND.

Die Solidarität geht weiter

Wunderschön: Bella Ciao mit Bildern aus Riace (Video)

Es ist wichtig, dass die Welt nach Riace schaut und nicht zulässt, dass dieses Dorf, das zu einem Symbol der Solidarität geworden ist, zerstört wird. Riaces couragierter (Ex-) Bürgermeister Mimmo (Domenico) Lucano und viele weitere solidarische Bewohner*innen werden mit politisch motivierten Gerichtsprozessen verfolgt, dagegen sind Proteste jeder Art nötig.

Es ist ebenso wichtig, Riace finanziell zu unterstützen, damit dort trotz allem ein solidarisches Zusammenleben von einheimischen und geflüchteten Menschen (weiterhin) möglich ist: Spendenkonto für Deutschland und für die Schweiz.

Demnächst soll in Freiburg ein Verein zur solidarischen Unterstützung von Riace gegründet werden.

Der Deutschlandfunk hat am 11. Juni 2019 ein Feature von Aureliana Sorrento über Riace gesendet, das auch als Text online steht: Ein Integrationsmodell wird abgewickelt - Riace im Visier der Lega.

Am 11. Mai 2019 fand ein Kulturfestival in Riace statt, es gibt Videos vom Auftritt der Band OndAnomala und von einer beeindruckenden Demonstration, die an der Ortsgrenze auf Mimmo Lucano traf.

Die Stiftung È stato il vento (Es war der Wind) wurde am 12. Januar 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 8. Mai 2019 erfolgte die formale Gründung. Sie möchte die Aufnahme von Geflüchteten in Riace weiterhin finanziell ermöglichen. Es geht darum, "eine lokale Wirtschaft zu schaffen und zu sichern, die auf den Kriterien der Solidarität, der Emanzipation und des Respektes für die Umwelt basiert."

Der junge lateinamerikanische Künstler Carlos Atoche hat ein Murales (Wandbild) in Riace Superiore gestaltet, auf dem er das Gesicht von Mimmo Lucano im Stil der berühmten Bronzestatuen, die 1973 im Meer vor Riace gefunden wurden, gestaltet hat. Er spricht mit Lucano im Video Il sogno del guerriero.

Im Februar 2019 unternahmen Aktivist*innen eine Friedens-Radtour von Rom über Neapel nach Riace: Video dieser Ciclostaffetta.

Die Initiative zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die Gemeinde von Riace: Il Nobel per la pace a Riace, hat am 31.01.2019 die gesammelten 90.000 Unterschriften an das Nobelpreiskomitee nach Oslo geschickt.

4.10.2018: Riace kann man nicht verhaften!

2.10.2018: Solidarität mit Domenico Lucano

Heute früh wurde Domenico Lucano, der Bürgermeister von Riace, das seit Ende der 1990er Jahre für die solidarische Aufnahme von Geflüchteten bekannt ist, unter fadenscheinigen Begründungen verhaftet. 2017 hatte Domenico "Mimmo" Lucano den Dresdner Friedenspreis bekommen.

In Rom gab es sogleich eine Demonstration (Fotos: Anna Voss), am Samstag wollen Aktivist*innen nach Riace fahren, um dort für die Freilassung von Domenico Lucano zu demonstrieren.

Mehr z.B. in der taz: Engagierter Bürgermeister verhaftet und bei der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (FFM)

Meine TERMINE zum Thema:

Donnerstag, 07.04.2022, 14:30h, Heidelberg: Vernissage der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien im Rathaus Heidelberg - dazu ein aktuelles Info-Blatt zu Riace.

Donnerstag, 09.05.2019, 19h, Bielefeld: Vortrag mit Fotos bei Seebrücke, Ortsgruppe Bielefeld.

Dienstag, 07.05.2019, 18:45h, Celle: Vernissage der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien in der Heimvolkshochschule Husted.

Samstag, 09.02.2019, Hannover: Vortrag mit Fotos auf der Antifaschistischen Sozialkonferenz „Solidarität statt Spaltung“ Der gesellschaftliche Rechtsruck als praktische Herausforderung.

Mittwoch, 02.05.2018, 19h, Torgelow: Vernissage der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien im SPD-Bürgerbüro von Patrick Dahlemann.

Samstag, 11.03.2018, 18:00h, in Neuwied: Finissage der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien in  Neuwied-Block, Kirche Heilige Familie, Mittelweg.

Samstag, 09.12.2017, 15:00h, Salzwedel: Eröffnung der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien in der Burgstraße 38.

Montag, 25.09.2017, 19:30h, Heidelberg: Eröffnung der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien in der Providenzkirche.

Dienstag, 16.05.2017, 19:30h, Hamburg: Alternative Flüchtlingsprojekte mit Elisabeth Voss, Sven Lager und Willi van Buggenum.

Montag, 24.04.2017, 18:88h, Frankfurt/M.: Eröffnung der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien bei der IG Metall.

Am 10.02.2017 erschien mein Beitrag über Riace: Das Dorf des Willkommens in der Zeitschrift Publik Forum.

Am 06.10.2016 war ich als Studiogast in der Radiorubrik Geld oder Leben über Solidarische Ökonomie in Berlin-Brandenburg bei multicult.fm, und habe über Kalabrien berichtet. Die Sendung kann nachgehört werden.

Am Samstag, 17.09.2016 habe ich - gemeinsam mit Bruno Watara - in Kyritz über die Reise berichtet. Einen Veranstaltungsbericht gibt es HIER.

Fotoausstellung vom 24. März bis 18. Mai 2017 in der Regenbogenfabrik in Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Straße 22a, 10999 Berlin

Am Mittwoch, 17. Mai 2017 um 19h findet die Finissage statt, und ich erzähle nochmal davon, wie Riace und andere Orte in Kalabrien Menschen aufnehmen, die auf der Flucht sind.

Am Freitag, 24. März 2017, war die Vernissage der Ausstellung Solidarisches Kalabrien im Kreuzberger Regenbogen-Café:

"Elisabeth Voß zeigt Bilder einer Reise nach Kalabrien, in die ärmste Region Italiens, ganz unten im Süden.
Dort leiden viele Orte an der Abwanderung der einheimischen Bevölkerung. Und nun kommen Flüchtlinge nach Riace und in andere Dörfer, die vom Aussterben bedroht sind. Junge Menschen mit Kindern beleben die Straßen, es entstehen Projekte, die manchen ein bescheidenes Auskommen sichern. Die meisten Geflüchteten ziehen nach einer Weile weiter, aber es kommen immer wieder neue nach.
Die Fotos versuchen einen Einblick zu geben in das weite Feld zwischen Hoffnung und Vergeblichkeit."

Ein Interview zu meiner Foto-Ausstellung findet Ihr auf berlin.imWandel.

Am 28. Juni 2016 wurde in Regensburg erstmals die Wanderausstellung Jenseits von Lampedusa – Willkommen in Kalabrien. Zum gleichnamigen Ausstellungskatalog habe ich den Beitrag Orte des Willkommens in Deutschland? veröffentlicht. Das Buch erschien im Juni 2016 als Band 2 der Reihe Topographien der Menschlichkeit.

Im Juni 2016 war ich in Kalabrien, und habe dort Riace besucht, sowie Badolato (wo alles anfing), Camini (wo eine Genossenschaft sich um Flüchtlinge kümmert) und Stignano (wo ich ein Solidaritätsfest besucht habe).

Bei der Rosa Luxemburg Stiftung habe ich einen Reisebericht veröffentlicht.

Zum Katalog der Ausstellung von Courage gegen Fremdenhass habe ich den Text "Orte des Willkommens in Deutschland?" beigetragen.

 

Ein paar Informationen und Links zu Orten des Willkommens in Deutschland, mit dem Schwerpunkt ländliche Regionen und schrumpfende Städte: Weiterlesen HIER