Elisabeth Voß

Dipl. Betriebswirtin (FH) und Publizistin, Berlin

Solidarisch zusammen Leben

in Stadt und Land

Spannende Beispiele für die solidarische Aufnahme von Geflüchteten finden sich in Riace und anderen Kleinstädten und Dörfern im süditalienischen Kalabrien. Es begann bereits Ende der 1990er Jahre, als in Badolato erst ein paar Hundert junge Flüchtlinge für einige Zeit im Dorf lebten, später geflüchtete Familien aufgenommen wurden. In Camini führt eine Genossenschaft Projekte mit Geflüchteten durch.

Wo vor allem jüngere Menschen längst ausgewandert sind, weil es dort im Süden Italiens keine Arbeitsplätze gibt, werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen, denn sie beleben die Dörfer, bringen zumindest einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung und tragen zu funktionierenden Infrastrukturen bei. Das ist nicht perfekt und nicht einfach kopierbar, aber inspirierend, und es kann Anregungen geben auch zur Frage, wie in anderen Ländern - auch in Deutschland - Menschen gemeinsam ihren Alltag gestalten können, gerade auch in aussterbenden ländlichen Regionen.

Fotoausstellung vom 24. März bis 18. Mai 2017 in der Regenbogenfabrik in Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Straße 22a, 10999 Berlin

Am Mittwoch, 17. Mai 2017 um 19h findet die Finissage statt, und ich erzähle nochmal davon, wie Riace und andere Orte in Kalabrien Menschen aufnehmen, die auf der Flucht sind.

Am Freitag, 24. März 2017, war die Vernissage der Ausstellung Solidarisches Kalabrien im Kreuzberger Regenbogen-Café:

"Elisabeth Voß zeigt Bilder einer Reise nach Kalabrien, in die ärmste Region Italiens, ganz unten im Süden.
Dort leiden viele Orte an der Abwanderung der einheimischen Bevölkerung. Und nun kommen Flüchtlinge nach Riace und in andere Dörfer, die vom Aussterben bedroht sind. Junge Menschen mit Kindern beleben die Straßen, es entstehen Projekte, die manchen ein bescheidenes Auskommen sichern. Die meisten Geflüchteten ziehen nach einer Weile weiter, aber es kommen immer wieder neue nach.
Die Fotos versuchen einen Einblick zu geben in das weite Feld zwischen Hoffnung und Vergeblichkeit."

Ein Interview zur Ausstellung findet Ihr auf berlin.imWandel.

Dienstag, 16. Mai 2017, 19:30h, Hamburg: Alternative Flüchtlingsprojekte mit Elisabeth Voss, Sven Lager und Willi van Buggenum.

Montag, 24. April 2017, 18:88h, Frankfurt/M.: Eröffnung der Ausstellung Jenseits von Lampedusa - willkommen in Kalabrien bei der IG Metall.

Am 10. Februar 2017 erschien mein Beitrag über Riace: Das Dorf des Willkommens in der Zeitschrift Publik Forum.

Am 06. Oktober 2016 war ich als Studiogast in der Radiorubrik Geld oder Leben über Solidarische Ökonomie in Berlin-Brandenburg bei mutlicult.fm, und habe über Kalabrien berichtet. Die Sendung kann nachgehört werden.

Am Samstag, 17. September 2016 habe ich - gemeinsam mit Bruno Watara - in Kyritz über die Reise berichtet. Einen Veranstaltungsbericht gibt es HIER.

Am 28. Juni 2016 wurde in Regensburg erstmals die Wanderausstellung Jenseits von Lampedusa – Willkommen in Kalabrien. Zum gleichnamigen Ausstellungskatalog habe ich den Beitrag Orte des Willkommens in Deutschland? veröffentlicht. Das Buch erschien im Juni 2016 als Band 2 der Reihe Topographien der Menschlichkeit.

Im Juni 2016 war ich in Kalabrien, und habe dort Riace besucht, sowie Badolato (wo alles anfing), Camini (wo eine Genossenschaft sich um Flüchtlinge kümmert) und Stignano (wo ich ein Solidaritätsfest besucht habe).

Bei der Rosa Luxemburg Stiftung habe ich einen Reisebericht veröffentlicht.

Orte des Willkommens in Deutschland?

Ein paar Informationen und Links zu Orten des Willkommens in Deutschland, mit dem Schwerpunkt ländliche Regionen und schrumpfende Städte.

Weiterlesen HIER