Elisabeth Voß

Dipl. Betriebswirtin (FH) und Publizistin, Berlin

Genossenschaften

Die Genossenschaft ist zum einen eine Rechtsform, zum anderen eine wirtschaftliche Selbsthilfepraxis. Mehrere tun sich gleichberechtigt zusammen und wirtschaften zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse, nicht für den Profit. Um diesen Genossenschaftsgedanken zu leben, kann die rechliche Form der Genossenschaft hilfreich sein, es kann jedoch auch Gründe geben, sich in anderer Form zu organisieren. Umgekehrt ist keineswegs gesagt, dass in jeder formellen Genossenschaft auch wirklich der Genossenschaftsgedanke gelebt wird.

Nach dem Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 hat der Internationale Genossenschaftsbund die Dekade der Genossenschaften ausgerufen. Auch in Deutschland wird diese Rechtsform wieder bekannter. Über Genossenschaften kann ich theoretisch und auch aus eigenen praktischen Erfahrung berichten.

Meine Schwerpunkte:

  • Allgemeine Einführung: Genossenschaften

  • Genossenschaften gründen

  • Praktische Beispiele für Genossenschaften

  • Fragen und Probleme, z.B. Demokratiedefizit, Prüfungspflicht, Verlust der genossenschaftlichen Identität, Genossenschaften und öffentliche Unternehmen ...

Veröffentlichungen zum Thema Genossenschaften


März 2017: Buchbesprechung

Die Produktivgenossenschaft – das (un-)bekannte Wesen?

In ihrer empirischen Studie untersucht Rosane Yara Rodrigues Guerra die sozialen Auswirkungen von Genossenschaften, die Arbeitsplätze für ihre Mitglieder zur Verfügung stellen. ... Die detailreiche Studie bietet sich als Fundgrube zur weiteren Erforschung von Problemen und Potenzialen von Produktiv- und Sozialgenossenschaften an, und könnte dazu beitragen, Produktivgenossenschaften in Wissenschaft und Politik sichtbarer zu machen.

Buchbesprechung in CONTRASTE 390, März 2017:

Rosane Yara Rodrigues Guerra: Inklusion und Teilhabe durch Arbeitnehmergenossenschaften – Zur Lage beschäftigter Mitglieder von Produktivgenossenschaften in Deutschland, Verlag Springer VS, Wiesbaden 2017.


März 2017: Eine soziale Architektur!

Die Wahl einer geeigneten Rechtsform ist für selbstverwaltete Projekte und Betriebe jeder Art wichtig. Ob Hausprojekt, Kollektivbetrieb oder selbstverwalteter Kulturraum – wenn eine Gruppe gemeinsam wirtschaftet, sollte sie sich bewusst für eine rechtliche Form entscheiden. Der folgende Beitrag erklärt, warum es notwendig ist, vorab einige Fragen zu klären.

Beitrag in CONTRASTE 390, März 2017


Febr. 2017: Genossenschaften und Alternativen

Kommt Bewegung in die Rechtsformenfrage?

Eine Ergänzung zum Beitrag Genossenschaften kreativ nachbauen? in Contraste 384, September 2016, sowie aktuelle Informationen zu einem Gesetzentwurf, mit dem unter anderem wirtschaftliche Vereine zugelassen und Genossenschaften demokratisiert werden könnten.

Beitrag in Contraste 389, Februar 2017 (jpg)


Sept. 2016: Genossenschaften kreativ nachbauen?

Rechtsformen für Kollektive : Probleme und Lösungsvorschläge

Vor einem Jahr hatte ich in Contraste die Vorzüge der Rechtsform Genossenschaft für solidarisches Wirtschaften beschrieben: Contraste 372, September 2015. Jetzt stelle ich alternative rechtliche Konstruktionen zur Diskussion, denn manchen Projekten ist die Genossenschaft zu umständlich und zu teuer.

Weiterlesen in Contraste 384, September 2016

Die Grafik zum Beitrag findet Ihr HIER

Ergänzung im Beitrag Genossenschaften und Alternativen in Contraste 398, Februar 2017 (jpg)


Veröffentlichungen zum Solikon September 2015:

"Inflationsheilige" und "Kohlrabi-Apostel" - Besprechung des Katalogs zur Ausstellung Lebensreform in Brandenburg 1890 – 1939 in Potsdam im Geschichts-Blog der RLS (Kurzfassung in Contraste 373) sowie in einer kürzer Fassung in Oya 34, September/Oktober 2015.

Im Rahmen der Wandelwoche gemeinsamer Besuch der Ausstellung am 08.09.2015, 15:30h.

taz, 4. September 2013: Gründet Genossenschaften!

CONTRASTE 368, Mai 2015: Ein Plädoyer für das Miteinander von Begeisterung und Kritik. Solidarische Ökonomie - ein weites Feld.

CONTRASTE 372, September 2015: Gemeinsame Strukturen, gemeinsame Kämpfe?

CONTRASTE 372, September 2015: Warum Genossenschaft?

Oya 34, Sept./Okt. 2015: Glossar Solidarische Ökonomie

Oya 34, Sept./Okt. 2015: Solidarisch und regional – Beim Westerwälder Initiativen- und Betriebe-Netz „WIBeN“ wird gegenseitige Unterstützung großgeschrieben – und das schon seit 30 Jahren!

Oya 34, Sept./Okt. 2015: Buchbesprechung Sin Patrón – Herrenlos. Arbeiten ohne Chefs. Instandbesetzte Betriebe in Belegschaftskontrolle – Das argentinische Modell: besetzen, Widerstand leisten, weiterproduzieren. Kollektiv Lavaca (Hrsg.), AG SPAK, 2015

Wegweiser Solidarische Ökonomie ¡Anders Wirtschaften ist möglich! 2. aktualisierte und wesentlich erweiterte Auflage.

Nach dem Solikon hat mich die Zeitung LINKS! interviewt: Diese Digitalisierungseuphorie finde ich richtig gefährlich (Oktober 2015)


Lange Zeit galten Genossenschaften als kompliziert, teuer und etwas verstaubt. Noch heute ist es eher selten, dass in Ratgebern zur Unternehmensgründung diese Rechtsform überhaupt vorkommt. Aber in den aktuellen Diskussionen um enkeltaugliches und globalverantwortliches Wirtschaften, um Postwachstum und Klimaschutz, haben Genossenschaften mittlerweile wieder einen festen Platz. Mitunter wird aber recht Unterschiedliches darunter verstanden...

Veröffentlicht in GEGENBLENDE - Das gewerkschaftliche Debattenmagazin


Je mehr die gewinnorientierte Wirtschaftsweise an ­Legitimation verliert, desto stärker rücken Genossenschaften ins öffentliche Bewusstsein:

Gemeinsam mehr erreichen - Genossenschaften als Teil einer solidarischen Wirtschaft

Beitrag in Oya 3 , Juli/August 2010.